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Udet-Flugzeugbau (1921 - 1926)

 

Die im Oktober 1922 offiziell gegründete Udet - Flugzeugbau GmbH war ein zunächst recht kleines Unternehmen, welches in München - Ramersdorf beheimatet war. Dort entstand anfangs eine ganze Reihe von ein- und zweisitzigen Tiefdeckern. Dennoch gab es ein immer größer werdendes Problem: Das Werk besaß kein angrenzendes Flugfeld, auf dem die neu gebauten Maschinen erprobt bzw. eingeflogen werden konnten. Als recht unbefriedigende Lösung wurden die teilmontierten Maschinen quer durch München zum Flugplatz Schleißheim transportiert, wo sie in der Halle III endmontiert wurden.

 
 
 

 
Udet U1, Oberwiesenfeld, 1922
Bausatz: Eigenbau, 1:72, mehr zum Modell
Das Modell wurde gebaut von Udo Roßbach.
 
 
 

Ab 1923 wurde Schleißheim der Werkflugplatz von Udet, und die einmotorigen Sporttiefdecker U2, U4, U6 und U10 gehörten ebenso zum Flugbetrieb wie die Kabinenhochdecker U5 und U8. Von letzterem Typ wurde die Variante U8b ab Schleißheim mit einem sog. Spaltflügel erprobt, eine revolutionäre Neuigkeit für das Jahr 1924. Auch der Sporthochdecker U7 "Kolibri", der im August 1924 den Rhön-Wettbewerb gewann, startete am 31.Mai 1924 in Schleißheim zum Erstflug.
Udet-Maschinen nahmen seinerzeit, teils recht erfolgreich, an vielen Flugveranstaltungen und Wettbewerben teil. Kommerziell waren die Maschinen aber recht erfolglos.
In besonderem Maße ist auch ein anderes Udet-Flugzeug mit dem Flugplatz Schleißheim verbunden, der Schuldoppeldecker U12 "Flamingo". Nach seinem Erstflug Ostern 1925 folgte eine damals beispiellose Karriere. Der bekannte Kunstflieger Ernst Udet, Anteilseigner und Namensgeber der Udet - Flugzeugbau GmbH, tourte mit einer U12 durch ganz Deutschland und zeigte sensationelle Flugvorführungen. Dadurch wurde die Maschine sehr populär, und die "Flamingo" wurde mit etwa 30 Maschinen zum erfolgreichsten Typ des Ramersdorfer Werkes.
Als viermotoriges Passagierflugzeug für acht Passagiere wurde ab 19.Januar 1926 die U11 "Kondor" in Schleißheim erprobt. Die "Kondor" war im Gegensatz zu den anderen Holzkonstruktionen der Firma jedoch in Metall gebaut und auch die größte Maschine des Udet-Flugzeugbaus. Die Firma geriet in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1926 liquidiert, um in Augsburg-Haunstetten einen Neuanfang zu wagen. Dort entstand mit Hilfe des Bayerischen Staates die Bayerischen Flugzeugwerke (BFW) die ab 1927 wieder die Produktion der U12 aufnahmen. Ein großer Teil davon gelangte an die Deutsche Verkehrsfliegerschule (DVS), die in Schleißheim eine Dienststelle hatte und die "Flamingo" mehrere Jahre sehr erfolgreich als Schulflugzeug einsetzte.

 
Grundplatten für alle Modelle gebaut von Günter Braun.
 
Einleitung
Luftverkehr in Schleißheim
Udet Flugzeugbau
Deutsche Verkehrsfliegerschule
Luftwaffe
US-Streitkräfte
Heeresflieger
Luftsport in Schleißheim
Bundesgrenzschutz / Bundespolizei
Deutsches Museum
Quellen
 
 

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100 Jahre Flugplatz Schleißheim

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Letzte Änderung: 12. August 2012
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