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Hubschrauber der NVA bei der Bundeswehr

 

Nach der Wiedervereinigung wurden die Hubschrauber von der NVA (Nationale Volksarmee der DDR) übernommen oder zumindest getestet. In Anführungsstrichen sind die ehemaligen "Codenamen" der Nato für den jeweligen Typ angegeben.


 

1) Mil (PZL) Mi-2 "Hoplite" - 25 Mi-2 wurden im Oktober 1990 von der NVA übernommen und zunächst ausgemustert. 1991 wurden sie aber kurzfristig wieder in Dienst gestellt, um beim THG 34 / LTGrp Briest den SAR-Dienst in den neuen Bundesländern durchzuführen, bis dieser von zivilen Institutionen übernommen werden konnte. Die letzten Mi-2 wurden im Dezember 1992 endgültig außer Dienst gestellt. Kennzeichen 94 + 50 bis 94 + 66, 94 + 70 bis 94 + 73, 94 + 80 bis 94 + 83.

 
 

 
Mil Mi-2, LTGrp Briest, Brandenburg-Briest, 1992
Bausatz: unbekannt, 1:72, mehr zum Modell
Das Modell wurde gebaut von Udo Roßbach.
 
 
 

2) Mil Mi-8T "Hip C" - Diese Maschinen dienten auch nach der Übernahme der NVA durch die Bundeswehr als Transporthubschrauber bis 1994. Die NVA hatte zwischen 1968 und 1975 44 Mi-8T beschafft.

 
 

 
Mil Mi-8T, LTGrp Briest, Brandenburg-Briest, 1991-94
Bausatz: Italeri, 1:72, mehr Modell
Das Modell wurde gebaut von Peter Horstmann.
 
 
 

3) Mil Mi-8TB "Hip E" - bewaffnete Version der Mi-8T, d.h. ein MG A-12,7 in Lafette NUW-1U im Bug. Weiterhin konnte die Mi-8TB an seitlichen Auslegern weitere Waffen, z.B. ungelenkte Raketen, tragen. Die NVA hatte zwischen 1976 und 1979 38 Mi-8TB beschafft. Die Volksmarine der DDR nutzte davon 12 Maschinen. Auch diese Version blieb bis 1994 bei der Bundeswehr in Einsatz.

 

4) Mil Mi-9 "Hip G" - Zur luftbeweglichen Führungsstelle ausgerüstete Version der Mi-8. Zusatzelektronik und ein externes, fahrbares Stromaggregat zur Energieversorgung am Boden waren dazu notwendig. Die NVA hatte 1983 acht Mi-9 beschafft, die 1995 von der Bundeswehr abgegeben wurden. 1990 wurde die Mi-9 abgerüstet und ab 1991 als Mi-8A geführt.

 

5) Mil Mi-8PS "Hip C" - VIP-Hubschrauber. Bei der Bundeswehr im Einsatz beim LTG 65 (ehemals TG-44 "Arthur Pieck"). Die NVA hatte zwischen 1975 und 1986 16 Mi-8PS beschafft, einige Mi-8PS flogen bis 1993 bei der Flugbereitschaft.

 

6) Mil Mi-14PL "Haze A" - Weiterentwicklung der Mi-8 als Marinehubschrauber mit stärkeren TW3-117M- Triebwerken, neuen Getriebe und Einziehfahrwerk. Die DDR hatte 1979/80 neun Mi-14PL für die Volksmarine zur U-Boot-Jagd beschafft. Die Mi-14PL wurden nicht in den Dienst der Bundeswehr übernommen.

 

7) Mil Mi-14BT "Haze B" - Der Marinehubschrauber Mi-14 wurden nicht in den Dienst der Bundeswehr übernommen. Die DDR hatte 1985 sechs Mi-14BT für die Volksmarine zur Minenabwehr beschafft.

 

8) Mil Mi-24D "Hind D" - Die Mi-24 wurde aus der Mi-8 abgeleitet. Der Rumpf wurde schmäler, seitliche Stummelflügel, Einziehfahrwerk, stärkere TW3-117 - Triebwerke und Änderungen an den Rotoren machten aus einem Transporthubschrauber einen Kampfhubschrauber. 42 Stück wurden zwischen 1978 und 1983 an die NVA geliefert und beim KHG-3 und KHG-5 eingesetzt. Verbliebene Maschinen hatten die Kennung 96+01 bis 96+39 bei der Bundeswehr. Die 96+22 flog als 98+31 und die 96+39 als 98+32 bei der WTD61. Die "Hind D" wurde von der WTD 61 erprobt aber nicht in den Truppendienst übernommen. Unterscheidungsmerkmal zur Mi-24P ist das vierläufige 12,7 mm MG im Kinnturm. Die meisten Maschinen wurden nach Außerdienststellung bei der Bundeswehr nach Polen und Ungarn geliefert.

 

9) Mil Mi-24P "Hind F" - Kampfhubschrauber. Im Einsatz beim KHG-5. Unterscheidungsmerkmal zur Mi-24D ist die zweiläufige 23mm Gsh-Kanone auf der rechten Seite. 12 Maschinen wurden 1989 an die NVA geliefert, bei der Bundeswehr mit Kennung 96+40 bis 96+51. 96+40 flog als 98+33 und die 96+47 als 98+34 bei der WTD61. Die meisten Maschinen wurden nach Ungarn geliefert, weil die Bundeswehr auch die "Hind F" nicht übernommen hat.

 
 

 
Mil Mi-24 P, WTD 61, Manching, 1990-97
Bausatz: Italeri, 1:72, mehr zum Modell
Das Modell wurde gebaut von Peter Horstmann.
 
 
Grundplatten für alle Modelle gebaut von Günter Braun.
 
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Letzte Änderung: 17. November 2007
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